Gut, also die östlichen Wolkenzinnen. Dann gäbe es die Nachbarn Aivarunen, Grauländer und wohl auch noch Galfarer. Zu einer barbarischen Kriegerkultur, die gern auf alles und jeden schlägt, weil es Ehre bringt und lustige Geräusche macht, wird das Nachbarschäftsverhältnis sicher nicht herzlich sein.
Warum gibt es dann keine Vergeltungszüge? Das Grauland mag keine enorme militärische Macht sein, aber lt. Wiki hat es sich immer mal wieder aufraffen und seine Ressourcen in die Waagschale werfen können. Die Aivarunen kann man erst recht als tüchtige Kämpfer ansehen, die sich kecke Eindringlinge nicht gefallen lassen.
Mögliche Antworten:
1. Grauland:
Es gibt keinen Cronarhstaat. Jedweder Vergeltungszug gegen die Barbaren liefe als klassischer großer Krieg leer, da er kein Hauptziel hat. Dem Gegner die Mittel zum Widerstand nehmen, ihm dadurch den eigenen Willen aufzwingen können, wie Clausewitz so schön formuliert, ist nicht drin. Gegen die versprengten Cronarhsiedlungen (so sie denn überhaupt bekannt sind) hülfe nur der Kleine Krieg. Der kann zwar prinzipiell gewonnen werden, ist jedoch zermürbend, erfordert einen langen Atem und einen relativ hohen Truppeneinsatz bei vergleichsweise je bescheidenen Erfolgen. Das Grauland wiederum ist grob an das frühneuzeitliche Polen mit allen Problemen der Entscheidungsfindung und einer oft schwachen Staatsführung angelehnt und spiegelt damit eben die Form der Staatlichkeit wider, die eine langfristig angelegte Politik nur sehr schwer gegen einheimische Partikularinteressen behaupten kann.
--> Solange die Cronarh keine wirkliche Macht sind, die den kriegerischen Aufwand lohnt, können sie sich unbeschadet machtpolitischer Logik im Süden eines solchen Nachbarn aufhalten.
2. Aivarunen:
Die sind wehrhaft, seit den Gruppenreisen hat sich das noch stärker herumgesprochen.

Gerade dieser Umstand wird die Aivarunen den Cronarh zu reizvollen Nachbarn machen, denn ein erschlagener Steppenkrieger verheißt im Stärkekult mehr Ehre als ein umgehauener Feldknecht des Graulands. Die Aivarunen sind den Cronarh in wenigstens einem Punkt ähnlich, beide Völker haben weder Staat noch stehendes Heer. Sowenig, wie ein großangelegter Eroberungszug der Barbaren glaubhaft zu machen wäre, würde auch ein massiver Vergeltungszug zu den Aivarunen passen.
--> Solange sich der Konflikt als Geplänkel am gegenseitigen Territoriensaum abspielt, spricht nichts gegen Cronarh in den Wolkenzinnen.
3. Galfar
Keine Ahnung, ob das Gruselland in der Wikiform noch weiter verfolgt wird.
---> Fazit: Cornarh passten als kriegerische, aber kleine, staatenlose Kultur versprengter Siedlungen in diesen Raum, also als genau das, was sie sind.
Gibt es auch andernorts Cronarh? Für kleine Gemeinschaften ist es sehr schwer, sich den eigenen kulturellen Anstrich zu erhalten, wenn der Kontakt zu den Ähnlichen unterbleibt. Man entwickelte sich auseinander. Sollte es andernorts Cronarh gäben, ließe sich kaum ein gemeinsames kulturelles Band begründen - außer, man setzt die Behauptung per "So!" oder meint, der Cronarh habe sein Cronarhsein halt im Blut.
Da Antamar mit Völkern arbeitet, geht die Spielwelt von Gruppen aus, die hinreichend spezifische kulturelle Gemeinsamkeiten innehaben. Die sind nur über regelmäßigen Austausch aufrechtzuerhalten. Die räumliche Nähe ermöglicht gemeinsame Feste, die geteilte Sprache, Einheiratungen, ein verknüpfendes Band der als maßgeblich angesehenen Sagen und Legenden und vieles mehr. Fällt das weg, wird der Begriff "Volk" unpassend.
Wie seht ihr das?