GundelkrautThymus vulgaris
Beschreibung:Das Gundelkraut ist eine ausdauernde, niedrig wachsende Strauchpflanze. Er zählt zu den bekannten Gewürz-, Aroma- und Heilpflanzen. Gundelkraut gehört zu der Familie der Lippenblüter, welche sich alle durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen auszeichnen. Wie die meisten Lippenblüter sind sie typische Bewohner der warmen-sonnigen Standorte. Die Gattung Thymus ist in Antamar mit etwa 66 Arten vertreten.
Trockene, nährstoffarme, kalkhaltige, warme, sonnige Böden in Hanglage werden vom Gundelkraut bevorzugt besiedelt.Das Gundelkraut ist ein 15-40cm hoher, stark verholzter Halbstrauch mit einem buschigen, stark verzweigten Wuchs. Der vierkantige Stängel ist in der unteren Hälfte stark verzweigt. Die Äste sind kurz behaart und braun gefärbt. Er duftet zerrieben stark aromatisch.
Die kleinen, gegenständigen, kurz gestielten Blätter sind schmal-lanzettlich 3 – 8mm lang und ca. 0,8 – 2mm breit. Sie sind am Rand nach unten eingerollt und unterseits filzig behaart. Der Mittelnerv tritt deutlich hervor.Die hellvioletten Blüten des Gundelkrauts stehen in Scheinquirlen als unterbrochene, ährige Blütenstände am Ende der Zweige. Der zweilippige Blütenkelch ist ca. 4mm lang. Die 4-6mm große Blütenkrone ist weiß bis blasslila gefärbt. 4 Staubblätter mit herausragendem Griffel sind vorhanden.Die Blütezeit des Echten Thymian liegt zwischen Mai und Oktober. Gundelkraut wird von Insekten bestäubt, vor allem bei den Schmetterlingen ist er als Futterpflanze sehr beliebt.
Verwendung:Das Gundelkraut zählt zu den wertvollsten Arzneipflanzen bei dem Einsatz gegen Erkältungs- und Atemwegskrankheiten. Er wirkt dabei schleimlösend (zum besseren Abhusten), auswurffördernd und krampflindernd . In der Heilkunde wird Gundelkraut auch bei Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. Hier wirken die Bitterstoffe und ätherischen Öle verdauungsfördernd und regen die Produktion von Verdauungssäften an. Daher erleichtert Thymain als Gewürz auch die Verdauung schwerer, fettreicher Speisen.
Aufgrund des hohen Gehaltes an ätherischen Ölen wirkt Gundelkrautöl desinfizierend und wird auch in Mundwässern und Gurgellösungen eingesetzt. Auch in Kräuterkissen wird das Gundelkraut gern verwendet. Als Badezusatz wirkt Gundelkraut durchblutungsfördernd.
Genutzt werden üblicherweise die abgerebelten Laubblätter und Blüten (Thymi herba) von Thymus vulgaris. Unter der Lupe sind beiderseits der Blätter Labiatendrüsenschuppen zu erkennen. Das geerntete Kraut sollte luftig, im Schatten getrocknet und erst kurz vor der Verwendung gerebelt werden. Hauptinhaltststoffe sind ätherische Öle, vor allem Thymol, Cineol und Carvacrol, sowie Bitterstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide. Das ätherische Öl wird z.T. über die Lunge ausgeschieden und erreicht so seinen Wirkort für die antibakterielle Wirkung optimal.
Thymol wirkt stark pilz- und keimabtötend. Im Verhältnis 1:1000 dient es zur Reinigung übel riechender Wunden. Thymol wirkt schwach giftig und zeigt bei Erwachsenen ab einer Dosis von 4g unerwünschte Wirkungen in Form von Schwindel, Kopfweh und Erbrechen. Bei langfristiger Intoxikation kann zu Störungen der Schilddrüsenfunktionen kommen.
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch als Teezubereitung sind keine Nebenwirkungen zu erwarten, nur Schwangere sollten keine zu großen Mengen Gundelkraut aufnehmen. Dabei sollten bis zu 2g Gundelkraut je Tasse genutzt werden. Hierzu wird ca. ein Teelöffel Gundelkraut mit ¼ Liter Wasser übergossen und 10min ziehen gelassen. Der Tee kann gut mit Honig gesüßt werden.
Gundelkrautöl wird aus den oberirdischen Teilen des zur Blütezeit geernteten Gundelkrauts durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Es enthält bis zu 70% Thymol oder Carvacrol. Gundelkrautöl wirkt stark antseptisch.
Zudem wird das Gundelkraut auch als Küchengewürz gern genutzt. Es ist ein typisches Gewürz für die Küche der *****.
Es sind sehr viele Zuchtformen des Gundelkrauts im Handel erhältlich u.a. sogar mit Zitronen- oder Orangenaroma, vor allem jedoch als winterharte Sorten. Oftmals wird der Gundelkraut als Topfpflanze angeboten. Anbauflächen in Kulturen für die arzneiliche Nutzung finden sich vor allem im Osten Antamars in größerem Maßstab. In der Kultur kann er leicht aus Samen (Aussaat im Frühjahr) oder Stecklingen gezogen werden.
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