Die verlorene Insel

Re: Die verlorene Insel

Beitragvon Xondorax » Sa 18 Jul, 2009 12:23

Danke. Ich weiß noch nicht wie es in dem Quest verwendet wird, aber es ist sicherlich gut, wenn es grammatikalisch richtig ist. :D
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Re: Die verlorene Insel

Beitragvon Lennardo » Sa 18 Jul, 2009 17:00

Gut, die ersten 4 Teile habe ich fertig:

Teil 1:
Spoiler:
Die Legende besagt, dass es eine Insel gibt, die von keinem Sterblichen bewusst gefunden werden kann. Sie liegt in den Weiten des Meeres und doch kann kein Seefahrer, der diese je gefunden hat, sagen, wo sie genau liegt. Auch scheint sie durch die Meere zu wandern, da sie nicht nur in einem Meer zu erscheinen pflegt.
Mit leuchtenden Augen berichten die Seefahrer von der Schönheit des Strandes, der scheinbar nur für die Götter erschaffen wurde. Der weiße Sand spiegelt die Strahlen der Sonne wider und wird durch sie doch nicht zu sehr erwärmt. Wie ein Band aus feinem Perlmut zieht sich der Strand um die Insel und man kann nicht anders, als ihn barfuß zu beschreiten.
Selbst die Tiere scheinen die Schönheit zu respektieren, da es sich kein Tier wagt, auch nur die geringste Verunreinigung auf diesem Strand zu hinterlassen.
In Ehrfurcht verneigen sich die Pflanzen über einem Bach vor dem Strand und geben dem Ganzen einen beruhigenden Flair, den ein jeder gerne genießt. Nicht wenige haben die Zeit vergessen, als sie am Strand lagen und auf das offene Meer schauten. Ein Meer, das durch die Anwesenheit der Insel beruhigt zu werden scheint, sodass selbst bei starkem Seegang keine große Welle den Strand erreicht. Leise und fast zärtlich rollen die Wellen auf den Strand, wobei sie einen beruhigenden Singsang verursachen.
Zu dem leisen Singsang der Wellen kann der Besucher der Insel ein leises Plätschern vernehmen, welches von dem 4 Schritt breiten Bach erzeugt wird, der den Strand vom Urwald abtrennt. Dieser Süßwasser führende Fluss hat in der Mitte der Insel seinen Ursprung und verschwindet, nachdem er die Insel einmal umrundet hat, in einem tiefen Loch unter einem Felsen.
Auch kann der Besucher hier seine Vorräte auffrischen, da die sich verneigenden Bäume Früchte tragen, welche geerntet werden können, da sie knapp 2 Schritt über dem Boden hängen.
Vögel in den Bäumen werden durch die Ernte von Früchten nicht gestört und singen melodisch ihr Lied weiter, das sich harmonisch in die Geräuschkulisse eingliedert.

Doch birgt die Insel auch Gefahren, denen sich der Seefahrer oder Abenteurer aussetzt, passiert er die Baumgrenze und den Bach, um ins Innere der Insel zu gelangen.
So schön der Strand auch ist, der Urwald der Insel ist genau das Gegenteil.
Die Legende besagt, dass sich in der Mitte der Insel ein Berg befindet. Dieser Berg ist der Ursprung des Baches und auf seiner Spitze steht ein weißes Haus. Kaum einer hat den Weg dorthin gefunden, doch besagt die Legende, das Haus sei nur zu sehen, wenn man den ewigen Ring aus Wolken passiert. Dieser Ring befindet sich unterhalb der Bergspitze und lässt von unten keine Blicke auf das Haus zu.
Gelingt es einem Besucher, den Urwald mit seinen gefährlichen Tieren und Pflanzen zu durchqueren, so kann er den Aufstieg wagen. Ein Aufstieg, der von keinem Tier oder keiner Pflanze behindert wird und doch gefährlich ist. Spalten, giftige Dämpfe oder Gerölllawinen fordern alles von demjenigen, der den Weg nach oben sucht.
Dort oben in dem weißen Haus soll ein Geschwisterpaar wohnen, welches einem jeden Besucher einen Wunsch erfüllt. Sei es Gold, eine Waffe, eine Rüstung oder das Erreichen eines Ortes. Doch sei jeder gewarnt, der diesen Berg besteigt und seinen Wunsch äußert, denn er bezahlt ihn mit seinen Lebenspunkten.
Nur am Tage ist diese Insel zu finden, wenn sie es zulässt, und in der Nacht scheint sie zu verschwinden. Besucher, die meinten, eine Nacht auf der Insel verbringen zu können, wachten auf ihrem Schiff oder einem in der Nähe befindlichem auf. Die Erinnerung an die Insel verblasst nach kurzer Zeit und selbst das geschriebene Wort scheint die Insel sofort wieder zu vergessen. Nur die kurzen Momente der Erzählung halten die Legende aufrecht und sollte keiner mehr über sie reden, wird keiner je wieder von ihr erfahren.


Teil 2:
Spoiler:
Hier stehst du nun am Strand von Sanjorda, der legendären Insel.
Während du dir den Seetang aus den Haaren pulst und von den Klamotten machst, schaust du gegen die grüne Wand vor dir. Noch immer überrascht es dich, dass du den Sturm überlebt hast und mit heiler Haut hier am Strand aufgewacht bist. Die Erinnerung an den Sturm lässt dich schauern.
Kalte Gischt und beißender Wind durchzogen deine Kleidung, als du auf Deck des Schiffes standest. Brüllende Kommandos hallten über das Deck und du versuchtest nach allen Kräften, den Anordnungen zu folgen. Segel zerrissen und die Fässer rollten über das Deck. Ja, Fässer, das muss es gewesen sein. Du erinnerst dich noch, dass eines auf dich zukam und dich dann ein Schmerz durchzuckte. Das war sicherlich der Grund, warum du über Bord gegangen bist und nun hier stehst.

Sorgfältig schaust du dir die grüne Wand vor dir an und entdeckst einen kleinen Weg. Weg? Nein, es gleicht eher einem Trampelpfad, der von einigen Füßen in die Flora getreten wurde.

Deine Neugier und die nötige Portion Mut helfen dir, eine Entscheidung zu treffen. Eine Entscheidung, die dich auf den Pfad bringt. Mit gezückter Waffe, die du erstaunlicherweise noch bei dir trägst, machst du dich auf.

Kaum hast du den Pfad betreten, als dich eine andere Welt umschließt. Die Luft ist schwül und durchzogen von seltsamen Geräuschen und Düften. Schritt für Schritt folgst du dem Weg und beobachtest teils ängstlich und teils neugierig deine Umgebung.
War da eine Raubkatze?
Du schaust genauer hin und kannst eine Bewegung erkennen. Allerdings ist es keine Raubkatze, sondern eine Pflanze, die ein rattenähnliches Tier umschlungen hat und versucht, dieses zu „fressen“.
Der Anblick hat dich eines gelehrt und zwar, dass die Insel nicht so paradiesisch zu sein scheint, wie sie im ersten Moment wirkt.

Immer weiter führt dich dein Weg in Richtung Inselmitte und du bist dir sicher, nicht alleine zu sein. Sicher bist du dir nicht, aber es scheinen Tiere zu sein, die dich auf deinem Weg begleiten oder dir hinterher schleichen.

Plötzlich sinkt dein linker Fuß tief in den Boden ein und du ziehst ihn mit einiger Kraft wieder heraus. Du gehst in die Hocke und schaust dir den Abdruck an. Lange überlegst du, ob du so einen Abdruck schon einmal gesehen hast. Einige Tiere sind dir schon begegnet und so stellst du schnell fest, dass es sich dabei um den Abdruck eines Bären handelt. Kaum hast du den Abdruck identifiziert, als du auch schon das gefährliche Brummen in deiner Nähe hörst.
Rechts neben dir raschelt es im Gras und du spannst dich, denn eine Flucht würde es wahrscheinlich nur schlimmer machen. Eine Chance durch Wegrennen errechnest du dir auch nicht, also machst du dich kampfbereit.

Es vergeht nur ein Moment, als durch das Gras.....


Teil 3:
Spoiler:
Gebannt schaust du auf das Dickicht vor dir und du spürst, wie sich ein Tropfen Schweiß einen Weg über dein Gesicht bahnt.
Plötzlich ist dein vermeintlicher Gegner da. Die letzten Strahlen der untergehenden Sonne spiegeln sich in den dunklen Augen deines Gegenübers.
Deine Muskeln schmerzen vor Anspannung und ein Lächeln huscht über dein Gesicht, als du deinen Gegner anschaust. Gegner? Wohl kaum.
Vor dir steht ein Jungtier von einem Schwarzbären und scheint mehr Angst vor dir zu haben als du vor ihm.
Kurz überlegst du, was du machen sollst, und springst ohne Vorwarnung auf den Bären zu, der darauf hin mit einem klagenden Laut ins Dickicht flüchtet.
Schnell hast du dich von deiner Anspannung erholt und fasst den Entschluss, deinen Weg schnell fortzusetzen, da du weißt, dass das Muttertier nicht weit weg ist. Ein Schwarzbär wäre das Letzte, dem du auf dieser Insel begegnen möchtest.
Achtsam setzt du deinen Weg fort, als der Weg urplötzlich vor einer grünen Wand endet.

Nach einiger Zeit und vielen Überlegungen kommst du zu dem Schluss, dass vor dir nur ein paar Schlingpflanzen den Weg "verbaut" haben und schlägst auf sie ein.
Während du so auf das Hindernis einschlägst, verblasst das Licht der Sonne immer mehr und deine Sicht wird immer schlechter. So entgehen dir die Bewegungen, die an den Rändern des Hindernisses zu sehen wären, wäre es heller. Immer wieder musst du eine Pause machen, damit du weiter das Hindernis bekämpfen kannst.
Als du wieder einmal eine Pause machst, um zu Atem zu kommen, hörst du ein zirpendes und zischendes Geräusch in deiner Nähe.
Sicherheitshalber gehst du einen Schritt zurück und versuchst, im Dämmerlicht die Quelle für dieses Geräusch zu finden.

Mehrere Bewegungen erkennst du an der Stelle der Schlingpflanzen, wo du gerade noch gewesen bist. Deine Augen spielen dir keinen Streich und haben sich an das Dämmerlicht gewöhnt.
Spinnen! Ausgerechnet Spinnen bewegen sich vor dir.
Du versuchst nach einer Lösung zu finden und denkst auch über den Rückweg nach, doch du bist dir sicher, dass dort der Schwarzbär auch dich wartet. Spinnen oder der Schwarzbär, das ist die Frage, die sich immer wieder in deinem Kopf wiederholt.
Du nimmst all deinen Mut zusammen und gehst auf die Spinnen zu. Groß wie ein Baby sind die Tiere und scheinen auch keine Angst vor dir zu haben. Ohne länger nachzudenken, schlägst du auf das Tier ein, welches dir am nächsten ist. Das Glück ist dir hold und nachdem du dem Tier ein Bein abgetrennt hast, schaffst du einen Schlag gegen den Kopf des Tieres. Sofort bricht es zusammen und verendet.

Siegessicher schaust du nach vorne, doch dieses Gefühl versiegt sofort, als du die Anzahl deiner Gegner erkennst.
Auch die Spinnen wollen es jetzt wissen und attackieren dich. Schlagend, ausweichend oder drehend nimmst du den Kampf gegen sie auf.
Nach einer scheinbar unendlichen Zeit und zig Kratzern kannst du die Tiere bezwingen und dir nach einer Pause den Weg weiter frei schlagen.

Was erwartet dich noch auf diesem Trampelpfad? Waren es die gefährlichsten oder die harmlosesten Tiere, gegen die du gerade gekämpft hast?

Die Fragen hämmern in deinem Kopf und du reagierst angespannt auf jedes Geräusch in deiner Nähe. Flügelschlagen, Zirpen, Knurren und die Todesschreie von Tieren begleiten dich auf deinem Weg.

Sollst du eine Fackel anstecken? Hast du überhaupt eine dabei oder tastest du dich weiter durch das Dunkel mit den unsichtbaren Gefahren?


Teil 4:
Spoiler:
Lange stolperst und tastest du dich durch die Dunkelheit. Verfolgt von den Geräuschen der Umgebung schaust du dich immer wieder um.
Mittlerweile ist das Tageslicht von der Nacht besiegt worden und ein heller Mond steht am Himmel, der ein wenig Licht spendet, wenn es einen Weg durch die Blätter findet.
Deine Augen sind auf den Trampelpfad gerichtet und obwohl du kaum etwas sehen kannst, meinst du, auf dem richtigen Weg zu sein.

Vor dir erblickst du eine Stelle, an der die Bäume und Büsche weiter in den Hintergrund treten und so eine breite Passage auf dem Weg bilden. Erleichtert gehst du auf die Stelle zu, denn von einer Gefahr ist im Schein des Mondes nichts zu sehen.
Drei Wege führen auf diese Passage zu. Einer führt in die Richtung, in die du gehst, einer ist links von dir und scheint schräg in entgegen gesetzter Richtung zu verlaufen. Der Weg führt also in die Richtung, aus der du gekommen bist. Zumindest scheint es für dich so.
Der dritte Weg ist rechts von dir und führt in die Richtung, in die du schaust, aber auch er geht schräg in den Wald hinein.

Verwundert bleibst du am Rande des Lichts stehen und schaust gebannt auf den Boden. Viele Spuren von diversen Lebewesen haben diesen Bereich durchquert und doch ist etwas seltsam.
Mit vorsichtigen Schritten betrittst du die Insel aus Licht und schaust dich genauer um. Längst hast du die Geräusche in deiner Umgebung vergessen, denn das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt, weicht nicht von dir.

Was ist der Grund für dieses Gefühl?
Du gehst in die Hocke und schaust dir den Boden genauer an. Noch immer bist du dir nicht sicher, was los ist, als vor dir ein Wolf auftaucht. Schnell ziehst du deine Waffe und schaust den Wolf an. So müde wie du bist, kann auch er zu einer Gefahr werden und so richtest du dich kampfbereit auf.
Auf leisen Pfoten kommt der Wolf auf dich zu und sein gefährliches Knurren wird von den im Mondlicht schimmernden Zähnen nur noch gefährlicher. Was tun?

Noch immer kommt er auf dich zu, aber er scheint sich sicher zu sein, denn er hat keine Eile. Hinter dem Wolf entdeckst du eine Bewegung, die nur kurz war, aber doch real. Noch mehr Wölfe?
Kalter Schweiß bildet sich auf deiner Stirn und du rechnest damit, einem Rudel begegnet zu sein.

Plötzlich geht alles sehr schnell.
Hinter dem Wolf tauchen zwei lange Schatten aus dem Boden auf und steuern auf den Wolf zu. Mit einem Ruck dreht sich der Wolf um, der die Gefahr hinter sich wohl gewittert hat, doch es ist zu spät. Einer der Schatten trifft den Wolf und scheint ihn zu durchdringen. Mit einem herzzerreißenden Gejaule wird der Wolf auf den Ausgangspunkt der Schatten zugezogen und bevor er diesen Punkt erreicht, hat er sein Leben ausgehaucht.

Was ist dort geschehen?, fragst du dich und bemerkst, dass du die Worte wirklich ausgesprochen hast. Unsicher stehst du auf der Stelle und überlegst, was du tun sollst, als sich die Ereignisse zum wiederholten Male überschlagen.
Vor dir wird der Boden in die Luft geschleudert und du reißt die Hände vors Gesicht. Schnell weichst du ein paar Schritte zurück und senkst langsam die Hände.
Ein Stoßgebet gleich einem Schrei schickst du in die Nacht zu deinem Gott. Wie um Himmels willen kann so etwas überhaupt existieren?!

Fast panisch schaust du dich um, um einen Weg aus der Situation zu finden. 4 Wege stehen dir zur Verfügung und darin ist auch der Rückweg, oder besser gesagt die Flucht, mit inbegriffen.

Der Mond scheint die groteske Erscheinung vor dir in ein Rampenlicht stellen zu wollen. Haare zittern im Licht und 8 Beine stützen den Körper, der von diesen Haaren umgeben ist. Obwohl du 8 Schritt von der Erscheinung entfernt bist, musst du leicht nach oben sehen.
Eine riesige Spinne steht vor dir und fixiert dich mit ihren Augen, während sie noch immer den Wolf verzehrt. Hinter dir sind Spinnen und vor dir dieses Monster.
Du musst dich schnell entscheiden, denn sonst hast du vielleicht dein Leben auf dieser Insel verwirkt.

...


Die beiden letzten Teile sollte ich auch bald fertig haben.
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Re: Die verlorene Insel

Beitragvon Xondorax » Sa 18 Jul, 2009 17:06

Super, danke dir.
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Re: Die verlorene Insel

Beitragvon Lennardo » Sa 18 Jul, 2009 17:12

Kein Problem :)
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Re: Die verlorene Insel

Beitragvon Lennardo » So 19 Jul, 2009 21:32

Hier die Teile 5 und 6. Habe an manchen Stellen stilistisch ein wenig ausgebessert, ich hoffe, das stört dich nicht. Ich habe mich auch bedeckt gehalten mit meinen Verbesserungen. :wink:
Einen Tipp hätte ich dann noch: Vielleicht könntest du in den folgenden Teilen auch andere Spannungsszenarien reinnehmen als Kämpfe, weil die Spinnen, die Schlingpflanzen, der Bär usw. auf Dauer die Spannung der möglichen Kämpfe nehmen. Vielleicht ein reißender Bach, der den Helden an einen anderen Teil der Insel spült oder so... Ist nur ein Vorschlag :)

Spoiler:
Deine Gedanken hämmern in deinem Kopf wie der Schlag einer Trommel auf einer Galeere. Noch immer suchst du die richtige Lösung und beobachtest die Spinne.
Nur deine Erfahrung in solchen Situationen warnt dich vor der Gefahr, die von der Spinne ausgeht und lässt dich nach links hechten. Als du schnell wieder auf die Beine kommst, siehst du eines der Spinnenbeine im Boden stecken und zwar dort, wo du gerade noch gestanden hast.
Ein Ruck geht durch die Spinne und im selben Moment durch deinen Körper, denn du musst nun schnell handeln.
Nun sind drei Wege durch das Monster versperrt und dir bleibt nur der eine Weg, der Weg ins Ungewisse, der direkt neben dir zurück in den Dschungel führt.
Ein schneller Blick über die Schulter zeigt den breiten Weg neben dir und du bist dir sicher, dass er breit genug ist, damit auch dieses Monster hindurch passen kann.
Alle Sinne in dir sind angespannt und auf einen Punkt konzentriert – ÜBERLEBEN.
Schnell schaust du dir die anderen Wege an und schöpfst ein klein wenig Hoffnung. Der Weg dir gegenüber wird von zwei riesigen Bäumen überkreuzt, sodass du hindurch kommen kannst, das Monster aber nicht.
Dein Ziel ist nun fixiert, aber wie schaffst du es an dem Monster vorbei?
Noch in Gedanken wird dir der nächste Schritt abgenommen, da wieder ein Bein nach vorne schnellt und dich weiter nach links treibt. Dein Gott scheint wirklich ein Einsehen mit dir zu haben, denn dieses Monster treibt dich immer weiter auf den ausgewählten Weg zu.
Dir stockt der Atem, als du rechts neben der Spinne Bewegungen wahrnimmst.
Weitere Spinnen versammeln sich am Rande der Lichtinsel. Spinnen, die du schon bekämpft hast, denn sie kommen genau aus dem Weg, den du vor einiger Zeit verlassen hast.
Ein stechender Schmerz durchzuckt dein rechtes Bein, als du von dem Spinnenbein erwischt wirst, weil du nicht schnell genug nach links ausgewichen bist.
Deine Augen füllen sich mit Tränen des Zorns und der Pein, als du einer weiteren Attacke soeben ausweichen kannst. Du verlierst langsam die Hoffnung, da die Anzahl der Spinnen immer größer wird. Immerhin steht dir ein Dutzend dieser Tieren gegenüber, doch ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt dir noch.
Der Weg mit den gekreuzten Bäumen ist nur noch ein paar Schritt entfernt.
Mit letzter Energie vertreibst du die Müdigkeit aus deinen Knochen und mobilisierst alle Kräfte, die dir noch zur Verfügung stehen. Jetzt oder nie.
Wieder rauscht das Bein der Spinne auf dich nieder, doch diesmal springst du nicht beiseite sondern spurtest so schnell es dir möglich ist los. Müdigkeit und die Verletzung machen das Ganze zu einer kraftzehrenden Aktion.
Ein letzter Schritt und ein langer Sprung katapultieren dich unter den Bäume hindurch.
Schnell drehst du dich um und machst dich bereit, weiter zu fliehen oder die kleineren Spinnen zu bekämpfen.
Die Insel scheint tödliche Gefahr und Glück in einem zu beherbergen, da dir auch die kleinen Tiere nicht folgen.
Erleichtert stützt du dich auf deine Beine und atmest mit gebeugtem Körper tief durch.

Die Ruhe ist nicht von Dauer, denn ein neues Geräusch lässt dich herum fahren. Jetzt weißt du, warum die Spinnen dir nicht folgen und der Mond scheint senkrecht auf den Weg, um dir auch einen guten Überblick zu verschaffen.

...


Spoiler:
Der ganze Boden vor dir scheint aus einem einzigen Lebewesen zu bestehen. Alles windet und schlängelt sich.
Grüne Schlangen – nein, Moment da stimmt was nicht -, es sind keine Schlangen, es sind Schlingpflanzen. Lange grüne Pflanzen, die einen Durchmesser erreichen, der an den von deinem Oberarm herankommt.
Schnell wirfst du einen Blick nach hinten über die Schulter, doch dort kannst du nichts entdecken. Der Lichtkreis ist leer und von Spinnen ist keine Spur mehr.
Du schaust auf den grünen Teppich vor dir und überlegst, wie du da durch kommen könntest, ohne dein Leben dabei zu verlieren.
Ohne dich zu bewegen schaust du dich um und entdeckst einen langen Ast, den du dir greifst und ihn dann nachdenklich anschaust.
„Ob das funktioniert?“, fragst du dich halblaut selber.
Vorsichtig berührst du eines der lianenähnlichen Gewächse.
Zunächst scheint nichts zu passieren und du schöpfst Hoffnung, als es dann passiert. Mit einer blitzartigen Geschwindigkeit schießen aus dem Unterholz links und rechts des Weges weitere Lianen hervor. Sofort umschließen sie den Ast und brechen ihn in mehrere Teile. Kaum ist das Knacken des Astes verklungen, als die Lianen die Stücke ins Unterholz ziehen und eben von da hörst du ein schmatzendes Geräusch.
Welche Teufelei scheint sich dort hinter dem Unterholz zu befinden?
Schweißperlen laufen dein Gesicht hinunter und du blickst hinauf zu der blassen Scheibe des Mondes. Lange Zeit hast du nicht mehr, wenn du nicht wieder im Dunkeln sitzen möchtest.
Wieder schaust du dich um und findest erneut einen langen Ast, doch diesmal gehst du anders vor. Vorsichtig tippst du mit dem Ast in die Lücken zwischen den Lianen und wartest ab, was passiert.
Als nichts geschieht wirst du mutiger und stößt schnell und hart in eine der Lücken und wieder passiert nichts.
So ist das also, denkst du dir und machst dich auf den Weg.
Immer wieder musst du kurz innehalten, um dich neu zu sammeln und dich zu konzentrieren. Ein Fehltritt und es wäre um dich geschehen.
Langsam gehst du Schritt um Schritt weiter nach vorne, dorthin, wo keine Lianen den Boden bedecken.
Du bist voller Konzentration, als du hinter dir ein bekanntes Zischen vernimmst. Da du gerade auf einer relativ breiten Freifläche stehst, drehst du dich um und du glaubst, dein Herz bliebe stehen.
Wieder eines dieser ekligen Tiere – eine Spinne.
Du machst dich kampfbereit und du weißt, dass du kaum eine Möglichkeit hast, einem Angriff auszuweichen. Nur die Hoffnung auf einen Fehler des Tieres oder auf dein Talent im Umgang mit der Waffe in deiner Hand kann dir jetzt helfen.
Wieder verkürzt die Spinne die Distanz zwischen euch und sie kommt weiter auf dich zu.
Was kannst du nur tun, um das Geschick zu deinen Gunsten zu lenken?
Angestrengt denkst du nach und dann hast du eine Idee, die dir vielleicht aus der Situation heraus helfen kann.
Kurz nimmst du Maß und wirfst den Ast auf die Spinne, um sie so auf eine der Lianen zu zwingen. Erst scheint sie es nicht zu interessieren, aber der Ast rutscht von ihrem Körper und landet auf den Lianen, die sofort aktiv werden.
Das Bild, das du kurz darauf siehst, lässt dich erschauern und du musst dich beherrschen, um dein Frühstück nicht auszuspeien. Schnell schließt du die Augen und wartest einen Moment.
Nach einem kurzen Augenblick öffnest du die Augen wieder und siehst vor dir nur den grünen Teppich aus Lianen, von der Spinne ist keine Spur zu sehen.
Erleichtert atmest du aus und drehst dich in die Richtung, in die du vorher gehen wolltest, als dich etwas aus dem Augenwinkel verharren lässt.
Die Blüte - nein, der Kopf oder doch die Blüte, es ist egal - aber vor dir ragt eine fleischfressende Pflanze empor, deren Maul so groß ist, dass ein ausgewachsener Nordahejmr bequem darin Platz finden würde.
Das zuckende Bein der Spinne, welches aus dem Maul hängt, animiert dich dazu, deinen Weg wieder aufzunehmen und so versuchst du dich entsprechend schnell weiter zu bewegen.
Trotz der Müdigkeit und des Hungers kannst du, nachdem du den Teppich überwunden hast, vor dir eine Höhle erblicken. Ja, du hast dich nicht verguckt. Genau vor dir auf einer Höhe von gut 4 Schritt ist eine kleine Höhle.
Dein Weg führt in einer sanften Kurve nach rechts an der Höhle vorbei, doch bist du dir nach einigen Überlegungen sicher, dass du dort ein wenig Schlaf finden könntest. Zumindest bis die Sonne den Dschungel wieder in ein augenfreundliches Licht taucht.
Nach einer kleinen Klettertour stehst du vor der Höhle, die kaum 2 Schritt hoch und maximal 4 Schritt tief ist, was du durch genaues Erkunden festgestellt hast.
Ist die Höhle wirklich sicher für die Nacht?
Sollte man sich ein Alarmsystem bauen oder einen Schutz?
Während du über diese Fragen nachdenkst, überfällt dich die Müdigkeit und du fällst in einen unruhigen Schlaf, in dem du von Pflanzen und Tieren attackiert wirst.
......
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Re: Die verlorene Insel

Beitragvon Xondorax » So 19 Jul, 2009 21:35

Danke und ich werde versuchen, deinen Vorschlag oder ähnliches mit einzubinden. :D
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Re: Die verlorene Insel

Beitragvon Xondorax » Sa 15 Aug, 2009 12:48

Weiter geht es. :D
Lennardo, wenn du Zeit hast kannst du gerne wieder prüfen. :wink:

Spoiler:
Teil 7

Schweißgebadet wachst du aus deinem unruhigen Schlaf auf und schaust dich kniend vor der Höhle um.
Vor dir siehst du den Weg mit den Lianen und wunderst dich das es dir möglich war da durch zu kommen. Als du nach links schaust, kannst du den Weg sehen, den du letzte Nacht schon entdeckt hast und beschließt ihm zu folgen.
Nachdem du dich gereckt hast, machst du dich auf den Weg nach unten. Kletternd kommst du dem Weg immer näher, was keine leichte Aufgabe ist. Der kleine steile Berg hat sich mit einer schmierigen Schicht überzogen, die durch den Morgenstau entstanden ist.
Unten angekommen schaust du dich um und versuchst zu erkennen, ob dir eine Gefahr droht.
Als du nichts entdecken kannst, machst du dich auf den Weg.
Die Luft ist erfüllt von verschiedenen Düften und dem Gesang von diversen Vögeln, die unsichtbar in den Kronen der Bäume sitzen.
Nach einigen Schritten macht der Weg einen knick in Richtung Norden und ein Berg erscheint in deinem Blickfeld. Wie ein Daumen, der von einem Ring aus Wolken umgeben ist, ragt er aus der Mitte der Insel.
Mit wachsamen Blick machst du dich auf den Weg und beobachtest dabei aufmerksam die Randvegetation.
Gerade als du dich entspannst und bei dir denkst, das es am Tage nicht so schlimm ist, hörst du einen knurrenden laut.
Trotz der Kühle an diesem Morgen, rinnt dir der Schweiß übers Gesicht. Mit einer schnellen, aber lautlosen Bewegung holst du deine Waffe hervor und schaust dich suchend um.
Am Rande des Weges kannst du keine Bewegung entdecken und auch die Vögel, welche noch immer singen, scheinen keine Gefahr zu bemerken.
Da ist es wieder, dieses knurren.
Schnell drehst du dich um und machst dich bereit einem Tier gegenüber zu stehen, doch da ist nichts.
Du weißt nicht wie lange du auf einer Stelle gestanden hast, aber das knurren ist da und wird immer lauter.
Kurz hältst du inne und lauscht in den nahen Dschungel. Wieder erklingt das knurren, doch diesmal scheinst du die Quelle zu entdecken.
Einen Moment denkst du nach, steckst deine Waffe weg und ein lächeln umspielt deinen Mund.
Dein Magen verursacht die Geräusche. Erst jetzt merkst du das du Hunger hast und gehst langsam weiter.

Nach einigen hundert Schritten gelangst du an einen kleinen See. Sorgsam schaust du dich um und wägst ab, ob hier eine Gefahr für dich besteht.
Eine Zeitlang bleibst du stehen und schaust über den See und an dessen Ufer, kannst aber nichts entdecken, was eine Gefahr darstellt. Das Gegenteil ist eher der Fall, den nach einigem Überlegen stellst du fest das keine 10 Schritt von dir entfernt eine Frucht wächst, die man essen kann.
Glücklich darüber, das du mal gelernt hast solche Früchte zu erkennen, pflückst du welche davon und isst.
Da keine Gefahr in der Nähe ist oder du sich noch nicht entdeckt hast, gehst du an den Rand des Sees und schaust ihn dir genauer an. Den Blick immer wieder auf den Rand des Dschungels gerichtet, gehst du in die Hocke und spielst mit einer Hand im Wasser des Sees.
Du entscheidest dich, in den See zu gehen und legst deine Rüstung und deine Waffe ab. Mit vorsichtigen Schritten gehst du in den See und fängst an dich von dem Schmutz der letzten Nacht zu befreien. Ausgiebig vergnügst du dich in dem See und eine zeitlang vergisst du auch wo du bist.
Deine Müdigkeit und Anspannung fällt von dir.
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Re: Die verlorene Insel

Beitragvon Lennardo » Sa 15 Aug, 2009 17:21

Jau, ist erledigt :D
Guter Spannungshöhepunkt mit dem knurrenden Magen übrigens :Jupp:

Spoiler:
Teil 7

Schweißgebadet wachst du aus deinem unruhigen Schlaf auf und schaust dich kniend vor der Höhle um.
Vor dir siehst du den Weg mit den Lianen und wunderst dich, dass es dir möglich war, da durch zu kommen. Als du nach links schaust, kannst du den Weg sehen, den du letzte Nacht schon entdeckt hast, und beschließt, ihm zu folgen.
Nachdem du dich gereckt hast, machst du dich auf den Weg nach unten. Kletternd kommst du dem Weg immer näher, was keine leichte Aufgabe ist. Der kleine steile Berg hat sich mit einer schmierigen Schicht überzogen, die durch den Morgentau entstanden ist.
Unten angekommen, schaust du dich um und versuchst zu erkennen, ob dir eine Gefahr droht.
Als du nichts entdecken kannst, machst du dich auf den Weg.
Die Luft ist erfüllt von verschiedenen Düften und dem Gesang von diversen Vögeln, die unsichtbar in den Kronen der Bäume sitzen.
Nach einigen Schritten macht der Weg einen Knick in Richtung Norden und ein Berg erscheint in deinem Blickfeld. Wie ein Daumen, der von einem Ring aus Wolken umgeben ist, ragt er aus der Mitte der Insel.
Mit wachsamem Blick machst du dich auf den Weg und beobachtest dabei aufmerksam die Randvegetation.
Gerade, als du dich entspannst und bei dir denkst, dass es am Tage nicht so schlimm ist, hörst du einen knurrenden Laut.
Trotz der Kühle an diesem Morgen rinnt dir der Schweiß übers Gesicht. Mit einer schnellen, aber lautlosen Bewegung holst du deine Waffe hervor und schaust dich suchend um.
Am Rande des Weges kannst du keine Bewegung entdecken und auch die Vögel, welche noch immer singen, scheinen keine Gefahr zu bemerken.
Da ist es wieder, dieses Knurren.
Schnell drehst du dich um und machst dich bereit, einem Tier gegenüber zu stehen, doch da ist nichts.
Du weißt nicht, wie lange du auf einer Stelle gestanden hast, aber das Knurren ist da und wird immer lauter.
Kurz hältst du inne und lauscht in den nahen Dschungel. Wieder erklingt das Knurren, doch diesmal scheinst du die Quelle zu entdecken.
Einen Moment denkst du nach, steckst deine Waffe weg und ein Lächeln umspielt deinen Mund.
Dein Magen verursacht die Geräusche. Erst jetzt merkst du, dass du Hunger hast, und gehst langsam weiter.

Nach einigen hundert Schritten gelangst du an einen kleinen See. Sorgsam schaust du dich um und wägst ab, ob hier eine Gefahr für dich besteht.
Eine Zeitlang bleibst du stehen und schaust über den See und an dessen Ufer, kannst aber nichts entdecken, was eine Gefahr darstellt. Das Gegenteil ist eher der Fall, denn nach einigem Überlegen stellst du fest, dass keine 10 Schritt von dir entfernt eine Frucht wächst, die man essen kann.
Glücklich darüber, das du mal gelernt hast, solche Früchte zu erkennen, pflückst du welche davon und isst.
Da keine Gefahr in der Nähe ist oder du sie noch nicht entdeckt hast, gehst du an den Rand des Sees und schaust ihn dir genauer an. Den Blick immer wieder auf den Rand des Dschungels gerichtet, gehst du in die Hocke und spielst mit einer Hand im Wasser des Sees.
Du entscheidest dich, in den See zu gehen und legst deine Rüstung und deine Waffe ab. Mit vorsichtigen Schritten gehst du in den See und fängst an, dich von dem Schmutz der letzten Nacht zu befreien. Ausgiebig vergnügst du dich in dem See und eine Zeitlang vergisst du auch, wo du bist.
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Re: Die verlorene Insel

Beitragvon Xondorax » So 16 Aug, 2009 13:44

Danke. :oops:
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Xondorax
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