Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon qapla » Di 09 Sep, 2008 23:18

RS8 ist schon unrealistisch hoch, wenn Traglastbegrenzung und andere Auswirkungen wie die Geschwindigkeit durch die Behinderung kommen wird so mancher noch sein blaues Wunder erleben... :mrgreen:

Die genannte Kombination ist jedoch wenn ich mich recht entsinne ein Bug, da sind einige Sachen zusammen die nicht kombinierbar sein sollten (Reisekleidung + Lederhose bzw. Reisekleidung + Unterzeug).

So ein mörderischer RS ist auch nicht unbedingt nötig, mit 4-5 pro Zone komme ich wunderbar klar... Auch mit zum Char passenden Sachen muss man nicht über 8 kommen.
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon Maraxus » Fr 12 Sep, 2008 06:04

Ich hoffe, dass das neue System ein etwas realistischeres Behinderungssystem hinbekommt.

DSA hat in seiner Verteufelung des bösen D&D, wo jeder in Full-Plate rumläuft als wären es T-Shirt und Jeans eine wie ich finde noch schwerer Fehlbildung betrieben und die Auswirkungen von Behinderung in einigen Bereichen wesentlich zu drastisch dargestellt

Hier jemand, der zeigt, dass man sich in Gestechrüstung sehr gut bewehen kann:
http://www.thearma.org/Videos/fullarmor.avi
Bemerke das es ein Typ ist, der als hobbymittelalterliches Zeug nachstellt, niemand, dessen Leben davon abhängt, das er sich in der Rüstung besser bewegt als sein Gegener.

Das mit den Nahkampfwaffen ist noch ganz akzeptabel. Wenn man sich nicht die übertrieben hinderliche Gestechrüstung nimmt, sondern sich was zusammenbaut komme ich auf einen ganz ordendlichen Schutz für 5 Brutto-Behinderung. Mit Gewöhnung 1 bedeutet dass, das im 2 Punkte mehr in Zweihänder haben muss, um so gut zu sein, wie ein ungerüsteter. 2 Punkte ist nicht die Welt. Okay, einige Rüstungen könnten etwas runtergeregelt werden, wie z.B. mittlere bis lange Kette und die erwähnte Gestechrüstung, aber das sind nur Feinheiten.

Richtig daneben sind die Geschwindigkeitsreduktion und die BE*2 körperlichen Fertigkeiten. Ich habe ein mittellanges Kettenhemd und damit auf einen Baum zu klettern ist so schwer wie mit etwa 6 Kilo zusätzlich auf einen Baum zu klettern - und das unterscheidet sich nicht wesentlich vom ungerüsteten Klettern. In keinem Fall ist es so schwer, als würde ich ungerüstet eine Wand aus Naturstein hochklettern (nehme ich an. ;)).
Und auf halbe Geschwindigkeit im (langen) Schuppenpanzer bzw Zehntel in der Gestechrüstung gesetzt zu werden ist auch absurd.
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon neonix » Fr 12 Sep, 2008 08:35

Grundsätzlich stimme ich zu, das die meisten Rüstungen recht beweglich waren - immerhin sollte man in ihnen kämpfen! Aber während Kettenhemden schön luftig und flexibel sind, haben andere Rüstungen neben ihrem Gewicht und einer gewissen Einschränkung der Beweglichkeit sowie Sicht im Helm noch den Faktor Hitzestau - sowohl Lederpanzer als auch Textilrüstungen als auch Plattenpanzer heizen sich massiv auf und reduzieren die Ausdauer erheblich! Zumal wenn man noch so 10 bis 15 kg Gewicht für solide Kleidung, Waffen, Schild und Kleinkram hinzurechnet, ergibt sich am Ende doch eine deutliche Einschränkung insbesondere beim schnellen Laufen und Manövrieren, weniger beim Fechten selbst. Daher haben auch fast nur Reiter Vollrüstungen getragen, Infanteristen aber selten mehr als 50 bis 70% ihres Körpers geschützt.

Im Übrigen weiß noch niemand, wie die neuen Regeln überhaupt aussehen werden. Also kann man sich momentan jede Angabe in Punkten sparen...
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon qapla » Fr 12 Sep, 2008 11:49

Maraxus hat geschrieben:Hier jemand, der zeigt, dass man sich in Gestechrüstung sehr gut bewehen kann:
http://www.thearma.org/Videos/fullarmor.avi
Bemerke das es ein Typ ist, der als hobbymittelalterliches Zeug nachstellt, niemand, dessen Leben davon abhängt, das er sich in der Rüstung besser bewegt als sein Gegener.

Was der Typ da trägt hat ja mit einer Gestechrüstung garnichts zu tun, das ist kaum mehr als Helm, Kürass und Schienen - dazu ist auch das Material interessant sowie die Stärke. Ohne da genaueres zu wissen ist eine Beurteilung schwierig. Außerdem sind gerade die für die Beweglichkeit nötigen Stellen ungeschützt.

Historischer Fakt ist, das Turnierkämpfer in Gestechrüstung nichtmal ihr Pferd besteigen konnten und bei einem Sturz nicht alleine aufstehen konnten. Genauso ist es Fakt das Zweikämpfer auf schwere Plattenrüstungen verzichteten und wie neonix schon sagte selbst in der Infanterie keine vollständige Plattenrüstung verwendet wurde.

Was die Geschwindigkeit angeht: Warum ist wohl niemand in voller Rüstung gereist wenns doch so einfach ist? Komisch das Rüstungen nur vor der Schlacht angelegt wurden.
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon Allersheim » Fr 12 Sep, 2008 11:55

Die Tunierrüstungen die du meinst haben sich allerdings erst im 15. Jahrhundert entwickelt.

Und zwar um Langbogen und Armbrüsten zu trotzen.

Glaube ich jedenfalls=)
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon Aidan » Fr 12 Sep, 2008 11:59

Was für mich auch noch eine Frage aufwirft, Vollrüstungen und dergleichen konnten nur mit Hilfe von Knappen etc. angelegt werden. Eventuell sollte man solche Rüstungen nur in einer Stadt an/ablegen können. Wenn man alleine im Wald ist, dürfte dieses recht schwierig, wenn nicht sogar unmöglich sein.
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon Allersheim » Fr 12 Sep, 2008 12:10

Ablegen geht immer, zumindest wenn man ein Messer dabei hat=)

Verkompliziert aber das Anlegen
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon Aidan » Fr 12 Sep, 2008 12:24

:lol: stimmt...
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon qapla » Fr 12 Sep, 2008 12:34

Allersheim hat geschrieben:Die Tunierrüstungen die du meinst haben sich allerdings erst im 15. Jahrhundert entwickelt.

Und zwar um Langbogen und Armbrüsten zu trotzen.

Glaube ich jedenfalls=)

Turnierrüstungen gelten eher dem Schutz bei Tjosten - Bögen und Armbrüste werden bei Turnieren selten zum Zielschießen auf Teilnehmer verwendet :mrgreen:
Zum Schutz vor Pfeilen und Bolzen im echten Kampf dienen eher Schilde. Schwere Plattenrüstungen (aber leichter als Turnierrüstungen) waren eine Entwicklung für die schwere Infanterie.

Hier gibt es eine fast vollständige Turnierrüstung zu sehen (ohne Brayette). Soetwas wiegt über 40kg - ich will sehen wie jemand damit wie im Video herumhopst. Tatsächlich werden zwei Helfer benötigt, was bei Turnieren jedoch kein Problem darstellt. Die einfacherern leichten und schweren Plattenrüstungen können größtenteils selbstständig an- und abgelegt werden.
Was die DSA-spezifischen Werte betrifft muss ich sagen, dass die Einschränkungen durchaus gut die Realität widergeben wenn man die verschiedenen Rüstungsmöglichkeiten miteinander vergleicht und einmal ganz logisch das Tragen solcher Rüstungen im Alltag außerhalb von Schlachten oder Zweikämpfen betrachtet.
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon Nicollo » Fr 12 Sep, 2008 16:40

Wobei diese Tunierrüstung noch relativ Harmlos aussieht. Teilweise gab es auch Rüstungen die Bereits ein gewisses Schild intigirert haben welches beim Sitzen auf dem Pferd den Oberkörper auf der Seite der Lanze abgedekt haben und wo man nur drüber schauen und die Lanze halten konnte. Der andere Körperteil wurde dann mit dem Schild abgedeckt. Generell sollte man auch Bedenken, dass Gestechrüstungen gerne Frontal sehr Dick abgedeckt sind jedoch das Material im Rücken etc. gespaart wurde da es auch zusätzliche belastung bedeuten würde. Auch wurden teilweise besondere Bärte(Rüstungskrägen) verwendet welche davor schützen sollten, dass eine Lanze auf der glaten Rüstung nach oben in den Hals rutschen konnte jedoch waren diese Krägen wegen der Wucht die auf sie ausgehen konnte sehr stabil und fixiert weshalb das drehen des Kopfes teilweise vollkommen unmöglich war. Diese Rüstungen waren natürlich Sonderanfertigungen aber welche Rüstung ist das nicht? Und zumindest die Bärte die fest mit dem Helm verbunden waren sind durchaus geläufig gewesen und wenn man in der Schlacht nur nach vorne schauen kann... naja eher suboptimal. Das schwerste das in der Schlacht als Rüstung verwendet wurde waren schwere Plattenpanzer sowohl für Kavalerie als auch Infanterie wobei keine Infanterie damit in der Offensive ausgestattet wurden sondern solche Rüstungen eher Stadtgarden dienten welche nun wirklich Geld haben wobei dann auch meist leichte Platten verwendet wurden oder bei den Schweren nicht der gleiche Schutz auftrat wie bei der kavalerie Version. Die Rüstungen der Ritter waren entgegen der weitverbreiteten Annahme äußerst Beweglich wenglich das auch ziemlich davon abhing ob eine Rüstung A: Masgefertigt und B: von einem Meister geschmiedet wurde. Da dies aber im Mittelalter meist der Fall war konnte ein Ritter in voller Montur ziemlich gut auch zu Fuß kämpfen was nebenbei auch je nach Situation gefördert wurde. Man sollte jedoch bedenken dass solche Infanteriegefechte meist kurz nach Sonnenaufgang begonnen wurden um noch ein möglichst kühles Klima und vielleicht auch die Sonne im Rücken zu haben. Auch war es durchaus je nach Machart für den Anwender alleine Möglich seine Rüstung anzulegen auch wenn dies meist nicht so einfach oder schnell war wie wenn es ein anderer getan hätte jedoch trifft das meist eher auf die leichte Variante zu.
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon Maraxus » Fr 12 Sep, 2008 19:22

Das mit dem "Ritter brauchten einen Kran, um auf's Pferd zu kommen" habe ich auch schon gehöhrt und ich habe auch schon gehöhrt, das es sich dabei um einen modernen Mythos handelt. (*check* doch nicht so modern, hat sich schon Mark Twain ausgedacht. ;) )

Was die Belastung durch schwere Rüstung angeht: Ja, ich denke, dass ist eine wirklich gute Erfindung, wenn es um Sachen Realismus geht und die Sicht- und Gehöreinschränkung durch einen Vollhelm ist wahrscheinlich noch unterbewertet.

Wundert mich, dass die Schlacht von Azincourt noch nicht genannt wurde (ich glaube die war es), in der französische Reiter sich in ihren schweren Rüstungen nicht aufrichten konnten, nachdem ihre Pferde erschossen wurden.
Naja, wie gesagt, alles Übertreibungen.

Was das Gewicht angeht kommt 25 kg eher hin als 40, wenn guter Stahl verwendet werden kann (immernoch dick genug um Schwert- und Pfeilsicher zu sein).
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon qapla » Fr 12 Sep, 2008 19:39

Der Kran ist Mythos, zwei Helfer reichen schon.

Was das Gewicht angeht: 25kg entsprechen einer schweren Teilplatte der Infanterie (meist unten ohne, um die Beweglichkeit zu erhalten). Eine volle Turnierrüstung liegt bei bestem Material bei 40-50kg.
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon neonix » Fr 12 Sep, 2008 20:02

Der Kran ist KEIN Mythos, er wurde aber nicht im Mittelalter benutzt, sondern in der frühen Neuzeit, als die Adeligen nicht mehr das Training hatten, ein echtes Turnier durchzustehen. Also haben sie sich besonders solide und weitgehend unbewegliche Rüstungen anfertigen lassen, die sie bei Stürzen schützen sollten, aber keinen echten Kampfwert mehr hatten.

Was Rüstungen für echte Kämpfe angeht: Jeder Ritter konnte zu jeder Zeit ohne Helfer sein Pferd besteigen (sofern er unverletzt war und Zeit hatte). Helfer sind hingegen beim Anlegen der Rüstung unerlässlich.
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon Tohrkil » Mo 15 Sep, 2008 13:51

Nur mal als Hinweis mein Kettenhemd wiegt 11,5 kg und dabei handelt es sich nur um ein T -Shirtkettenhemd also mit kurzen Ärmeln. Naja das jeder Ritter nen Kran brauchte ist sehr unwahrschein lich und was nützt eine so starre Rüstung wenn man sich nicht mehr bewegen kann.Habe aber auch mal Bilder von sowas gesehen. :denker:
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Re: Plan B - Waffen, Rüstung, Gegenstände

Beitragvon qapla » Mo 15 Sep, 2008 14:18

Hier wiegt es sogar nur 6.5kg... Wenn man so ein kurzes, luftiges Kettenhemd dann mit einer Plattenrüstung für den ganzen Körper vergleicht sind 20-30kg (oder soger 40+kg für Gestech-/Turnierrüstungen) ja kein Wunder, was die historisch belegten Zahlen nur bestätigen.
Bei dem "Kran" ging es nicht um jeden Ritter, sondern um Gestechrüstungen für Turniere. Der Kran ist natürlich übertrieben, 2-3 Helfer reichen da schon, aber Bewegungsfreiheit gibt es kaum. Die ist ja auch nicht nötig, da man nur auf nem Pferd sitzt und Lanze+Schild halten muss.
Aber auch schwere Plattenrüstungen ("Garether Platte"), die vornehmlich in der Infanterie und nicht im Zweikampf eingesetzt werden, sind nicht mal eben so an- und wieder abgelegt. Da sind helfende Hände auch kaum zu umgehen.
Für einen direkten Zweikampf sind schwere Plattenrüstungen aber auch hinderlich - Bewegungsfreiheit gibt es schon, aber durch Gewicht (und auch den Hitzestau) wird jede Bewegung schwer und besondere Manöver sind kaum möglich - und erst recht keine langen Kämpfe.
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