Was die Protektoratssache angeht, so besteht die Unstimmigkeit darin, dass laut deiner Geschichte die Abajaiden im Prinzip über das Kaiserreich gesiegt haben und trotzdem den Waffenstillstand zu seinen Bedingungen abgeschlossen haben. Ich kenne aber keinen Fall in der Geschichte, wo der Verlierer dem Sieger etwas diktiert hätte, es ist für gewöhnlich wohl eher umgekehrt. Logisch wären Auflagen, die die Größe des Heeres des Kaiserreiches einschränken und der Abtritt gewisser Gebiete, sowie die Zusicherung, dass der Südstern Eriath nicht wieder mit Krieg überziehen wird.
Ich bemängele nicht die Sklaverei im Südstern, das geht schon in Ordnung, allerdings denke ich, dass die übrigen, freiheitsliebenden Abajaiden nichts Gutes daran finden und daher den Südstern eher bekämpfen (nicht unbedingt militärisch), als ihn wirklich zu akzeptieren.
Wie könnte der Südstern also sein? Erstmal frage ich mich, ob die Geschichte mit dem Blutkaiser und dem anschließenden Pakt soweit mit der auretanischen Geschichte abgestimmt ist und schon fest steht. Wenn dem so ist, würde ich dahinter ansetzen, die Geschichte zu verändern.
Aktuell(Zitat Wiki):
13 NZ
Die meisten Wüstenstämme erheben sich gegen die Herrschaft des Südstern. Die kaiserlichen Truppen sollten zurückgezogen werden, wurden jedoch vorher schon bis in das Gebiet des heutigen Südstern zurückgedrängt. Immer wieder wurden anfangs erfolgreiche Landungsoperationen zerschlagen oder die Feinde flüchteten in die totbringende Wüste und hinterließen nur billige Habe. Die Flotte des Südstern konnte keine Erfolge verbuchen.
Durch hohe Verluste auf beiden Seiten war keiner in der Lage eine langfristig, erfolgreiche Offensive durchzuführen, woraufhin sich in jahrelangen Verhandlungen die heutigen Herrschaftsgebiete als offizielle Protektorate gebildet haben. Da Kaiser Rassmus von einer Strafexpidition nicht zurück kehrt, wird seine Frau Utscha zur Kaiserin und damit die mächtige Familie der el Ras zur kaiserlichen Familie, weil Sharif el Rassmus keine Kinder hinterlies. =>
Also was lässt sich daraus machen? Erstmal ist die Frage, weshalb von Wüstenstämmen die Rede ist? Ich muss mir die Gesamt-Geschichte der Abajaiden noch durchlesen, bevor ich mehr dazu sagen kann, gehe also erstmal davon aus, dass das soweit abgestimmt ist. Haben sich die Stämme also unter einer gemeinsamen Führung erhoben und einen offenen Krieg geführt oder war es mehr ein an vielen Stellen zugleich geführter, aber letztlich unorganisierter Guerilla-Kampf im Sinne eines Bürgerkriegs? Beantworte die Fragen für dich und versuch daraus zu schließen, was für die weitere Entwicklung am sinnigsten erscheint.
Wenn außer den Sawajidden alle anderen abajaidischen Völker ihre Reiche erst später gründeten, so könnte man es z.B. so halten, dass das Südstern sie nicht anerkennt und die Gebiete weiterhin zum Kaiserreich zählt, allerdings wäre das nach über 900 Jahren wohl eine ziemlich verbohrte Einstellung
Alternativ könnte man den Spieß auch umdrehen, in etwa so, dass das Kaiserreich eine zeitlang von den anderen abajaidischen Völker isoliert und unterdrückt wurde und nun sozusagen auf Rache sinnt.
Ich mach mich jetzt erstmal wieder an ein paar Beschreibungen für Emreia, daher bin ich überhaupt erst darauf aufmerksam geworden und habe auch nicht die Zeit, um mir mehr Gedanken zu machen, gebe aber gerne noch Rückmeldung, wenn dir noch was einfällt.
MfG Platinum