Xeanhatl

Re: Xeanhatl

Beitragvon Piscator » Mo 02 Feb, 2009 20:14

Das war ja auch nur eine Idee. Können wir dann also das k in freier Variation anstatt von qu vor e,i oder c vor a,o,u verwenden? Oder soll es bestimmte Regeln geben wann was zu benutzen ist?

Das mit dem voran gestellten Zahlwort klingt bekannt. Hattest du das schon erwähnt gehabt?
Benutzeravatar
Piscator
Feldwebel
Feldwebel
 
Beiträge: 414
Registriert: Di 02 Sep, 2008 15:08
Wohnort: Rheinberg, NRW
Heldenname: Jarulfr Altason

Re: Xeanhatl

Beitragvon Zwergesel » Di 03 Feb, 2009 01:41

Okay, ich geb auch mal wieder meinen Senf dazu :)

Bei den Nomensuffixen würde ich zusätzlich zu -tl auch das -tli beibehalten. Wenn der Stamm mit einem Vokal endet sollte -tl angehängt werden (ahuaca --> ahuacatl) und wenn er mit einem Konsonanten endet -tli (ixip --> ixiptli). Es klingt so einfach schöner.

Als Pluralsuffix sollten wir überlegen ob wir da dann nicht auch zusätzlich zu -meh (auf Vokale) auch -tin benutzen (auf Konsonanten) oder uns einen eigenen Pluralsuffix ausdenken. Meiner Meinung nach passt -meh auf die meisten Wörter, die mit Konsonanten enden, nicht so gut. (ixipmeh vs. ixiptin, tlapechmeh vs. tlapechtin)

Die Possesivpronomen find ich prima! mo, to, yo, amo, ato, ayo ist viel einfacher und logischer als im Nahuatl!

Das k würde ich sowohl statt c vor a, o und u, also auch statt qu vor e und i verwenden, aber nicht als alternative sondern nur bei ausgewählten Worten. Zu dem Thema ist noch die Frage offen, die ich gestern gestellt hatte:
Beim k könnte man einführen, dass ku im Gegensatz zu cu nicht als kw gesprochen wird, sondern wie im Deutschen (wie Kuh :))! Was hälst du davon?


Das Weglassen der Endung im Nahuatl, wenn ein Possessivpräfix vorangestellt wurde, finde ich etwas merkwürdig. Konsequenterweise würde man das Suffix beibehalten, denn es macht ja weiterhin eine wichtige Aussage (eben ob das Nomen Singular oder Plural ist)!
Andererseits hätte man dann sehr oft die Endung -tl in den Texten.
Vielleicht sollte man die Suffixe -tl/-tli/-meh ausschließlich für das Subjekt des Satzes benutzen und alternative Suffixe für Objekte verwenden!?

Das mit dem voran gestellten Zahlwort klingt bekannt. Hattest du das schon erwähnt gehabt?

War soweit ich es überblicke noch nicht erwähnt, lässt sich aber ganz einfach formulieren:
Wenn einem Nomen eine Zahl vorangestellt ist, dann wird das Suffix weggelassen, denn durch die Zahl ist klar ob Singular oder Plural gemeint ist!

edit: Ganz vergessen: Lassen wir bei den Possessivpräfixen (mo, to, etc.) das "o" weg, wenn das Nomen mit einem Vokal beginnt? Ist es also moahuaca oder mahuaca?
Benutzeravatar
Zwergesel
Abenteurer
Abenteurer
 
Beiträge: 81
Registriert: Mi 03 Sep, 2008 14:27
Heldenname: Zakhar

Re: Xeanhatl

Beitragvon Piscator » Di 03 Feb, 2009 01:58

Jeweils ein Suffix für auf Vokal endende und für auf Konsonanten endende Wortstämme fände ich gut. Die sollten dann aber ähnlich genug sein um sie sich zusammen merken zu können. Also lieber nicht -meh und -tin sondern -meh und -eh. (Wobei ich keine Ahnung habe wie sich das h am Ende dabei ausspricht. Angegeben ist "wie im Deutschen", allerdings wird das bei uns am Silbenende ja überhaupt nicht gesprochen. Bleibt es also stumm?)
Benutzeravatar
Piscator
Feldwebel
Feldwebel
 
Beiträge: 414
Registriert: Di 02 Sep, 2008 15:08
Wohnort: Rheinberg, NRW
Heldenname: Jarulfr Altason

Re: Xeanhatl

Beitragvon Sophos der Weise » Di 03 Feb, 2009 09:28

Sehr schöne ideen, Zwergesel!

Wie wäre es im Plural mit -tin und -in? -meh ist nicht sonderlich schon, du hast recht. Aber ich würde generell eine andere Definition aufnehmen, die dem altnahuatl extrem nah kommt. Wir unterscheiden nicht zwischen konsonant und vokal, sonder zwischen belebten wörtern und unbelebten wörtern! So hat man das auch im altnahuatl genannt, und ich finde das eine tolle Variante.

Singular......belebt.....................................unbelebt

-tin (mit oder ohne Reduplikation)................ -tl (ohne Reduplikation)

Plural........belebt......................................unbelebt

..-queh (mit oder ohne reduplikation).............-meh

Das h am ende verlängert sozusagen den Lautwert des e... gelesen also wie ein ee.

Ich finde, dass wir bei den possessivpronomen nicht den zweiten buchstaben entfallen lassen sollten, das macht es zu kompliziert, ein Wort zu verstehen, außerdem besteht Verwechselungsgefahr mit anderen Wörtern. Und moahuaca klingt ja nich schlecht.
Benutzeravatar
Sophos der Weise
Feldwebel
Feldwebel
 
Beiträge: 576
Registriert: Mi 10 Dez, 2008 16:56
Heldenname: Conte Sopho Nereo di Salento
Mitglied bei: Gilde Antamarische Kauffahrer

Re: Xeanhatl

Beitragvon Sophos der Weise » Di 03 Feb, 2009 09:32

PS: das mit den endungen bei possesivpronomen ist schon geklärt, die singularendung entfällt, die Pluralendung wird bei Plural hinzugenommen. Dann hätte man nich immer -tl.
Benutzeravatar
Sophos der Weise
Feldwebel
Feldwebel
 
Beiträge: 576
Registriert: Mi 10 Dez, 2008 16:56
Heldenname: Conte Sopho Nereo di Salento
Mitglied bei: Gilde Antamarische Kauffahrer

Re: Xeanhatl

Beitragvon Zwergesel » Di 03 Feb, 2009 11:16

Naja, belebt und unbelebt sagt aber nichts über das Wort selbst aus. Mir geht es hauptsächlich um den Klang.
Außerdem gab es zwischen belebt und unbelebt keinen Unterschied in der Endung. Es gab einfach für unbelebte Sachen keinen Plural (statt Pfeile, sagt man "viel Pfeil" :))!

Im Singular würde ich auf jeden Fall -tl und -tli abhängig von Vokal oder Konsonant verwenden. Im Plural können wir noch diskutieren.
-tin, -meh, -huan wären die Endungen die im Nahuatl Verwendung fanden.
Wenn es ähnlich klingen soll, wäre -tin (auf Konsonanten) und -nin (auf Vokale) vielleicht ganz schön.
Dann hätten wir beispielsweise ixiptli -> ixiptin, tlapechtli -> tlapechtin, ahuacatl -> ahuacanin, tetl -> tenin
Wenn es nicht ähnlich klingen soll würde ich entweder -tin und -meh übernehmen oder -tin und -huan.

Piscator hat geschrieben:Jeweils ein Suffix für auf Vokal endende und für auf Konsonanten endende Wortstämme fände ich gut. Die sollten dann aber ähnlich genug sein um sie sich zusammen merken zu können. Also lieber nicht -meh und -tin sondern -meh und -eh. (Wobei ich keine Ahnung habe wie sich das h am Ende dabei ausspricht. Angegeben ist "wie im Deutschen", allerdings wird das bei uns am Silbenende ja überhaupt nicht gesprochen. Bleibt es also stumm?)

Das h bleibt stumm! Eigentlich ist es ein stimmloser glottaler Plosiv, aber es ist einfacher das h einfach immer wie im Deutschen zu sprechen, bzw. es wie im Deutschen entsprechend stimmlos zu lassen.
Benutzeravatar
Zwergesel
Abenteurer
Abenteurer
 
Beiträge: 81
Registriert: Mi 03 Sep, 2008 14:27
Heldenname: Zakhar

Re: Xeanhatl

Beitragvon Piscator » Di 03 Feb, 2009 15:41

Gut. Das h ist also nur zur Dekoration bzw. längt den vorhergehenden Vokal. Alternativ hätte ich noch vorgeschlagen das h als eine Art schwaches Bach-CH auszusprechen, aber es einfach weg zu lassen kommt der Originalaussprache wohl näher.

Auf eine Unterscheidung zwischen unbelebten und belebten Sachen würde ich vielleicht verzichten da a) der Lernaufwand dadurch höher wird und b) nicht immer klar erkennbar sein dürfte ob eine Sache belebt oder unbelebt ist. Ist ein Berg in dem ein Geist wohnt belebt oder nicht. Ich meine mich zu erinnern dass die Unterscheidung im Nahuatl auch nicht immer ganz klar war.

Eine Frage noch. Könnte man nicht entweder die Singular oder Pluralendung ganz entfallen lassen? Also z.B. -tl/-tli für den Singular und nichts für den Plural? Ich weiß, dass geht jetzt wieder gegen die Authentizität, aber ein paar Vereinfachungen sollte man schon machen. Sonst könnte man ja gleich Nahuatl lernen.

PS Hab grad in der Wiki gesehen das es Bestrebungen gibt k und s immer dort zu verwenden wo sie auch gesprochen werden. Scheint sich aber noch nicht durchgesetzt zu haben.
Benutzeravatar
Piscator
Feldwebel
Feldwebel
 
Beiträge: 414
Registriert: Di 02 Sep, 2008 15:08
Wohnort: Rheinberg, NRW
Heldenname: Jarulfr Altason

Re: Xeanhatl

Beitragvon spy00at » Di 03 Feb, 2009 15:50

Ich möchte nur anmerken, dass es lautmalerisch vielleicht schön ist mehrere endungen zu haben, aber keinesfalls für den "einfachen" Schreiber, der vielleicht nur daran interessiert ist einen kurzen text zu schreiben, oder sich oberflächlich mit der schirft beschäftigt.
wie wäre es, mit zwei formen: einer stark vereinfachten form der schrift, bei der wirklich nur das bitter nötigste mitgenommen wird, und eine zweite, bei der ihr euch richtig austoben könnt mit fünzig endungen für jeden fall ;) ^^
Benutzeravatar
spy00at
Ordenskrieger
Ordenskrieger
 
Beiträge: 241
Registriert: Di 30 Okt, 2007 14:19
Heldenname: Aldanon Rebenstein
Mitglied bei: ARV

Re: Xeanhatl

Beitragvon Piscator » Di 03 Feb, 2009 15:57

Eine Hoch- und eine Bauernsprache meinst du? Oder eine die benutzt wird um mit Fremden zu reden? Wieso muss ich grad an Gothic II denken? :wink: Die Idee ist aber nicht schlecht eigentlich.
Benutzeravatar
Piscator
Feldwebel
Feldwebel
 
Beiträge: 414
Registriert: Di 02 Sep, 2008 15:08
Wohnort: Rheinberg, NRW
Heldenname: Jarulfr Altason

Re: Xeanhatl

Beitragvon Sophos der Weise » Di 03 Feb, 2009 19:34

find ich auch gar nich schlecht.
Benutzeravatar
Sophos der Weise
Feldwebel
Feldwebel
 
Beiträge: 576
Registriert: Mi 10 Dez, 2008 16:56
Heldenname: Conte Sopho Nereo di Salento
Mitglied bei: Gilde Antamarische Kauffahrer

Re: Xeanhatl

Beitragvon Zwergesel » Di 03 Feb, 2009 21:25

Piscator hat geschrieben:Auf eine Unterscheidung zwischen unbelebten und belebten Sachen würde ich vielleicht verzichten da a) der Lernaufwand dadurch höher wird und b) nicht immer klar erkennbar sein dürfte ob eine Sache belebt oder unbelebt ist. Ist ein Berg in dem ein Geist wohnt belebt oder nicht. Ich meine mich zu erinnern dass die Unterscheidung im Nahuatl auch nicht immer ganz klar war.

Eine Frage noch. Könnte man nicht entweder die Singular oder Pluralendung ganz entfallen lassen? Also z.B. -tl/-tli für den Singular und nichts für den Plural? Ich weiß, dass geht jetzt wieder gegen die Authentizität, aber ein paar Vereinfachungen sollte man schon machen. Sonst könnte man ja gleich Nahuatl lernen.

Das komplizierste momentan ist sowieso, dass man die Endung wegfallen lässt, wenn man ein Possessivpronomen voranstellt. Das sollte weg, wenn wir die Sprache wirklich vereinfachen wollen. Plural ohne Endung ist eigentlich eine ganz gute Idee. Mal sehen ...
Okay, wie wär es hiermit?
Code: Alles auswählen
Numerus:                    Singular   Plural
Stamm endet auf Vokal:        -tl       ---
Stamm endet auf Konsonant:    -tli      ---
Stamm endet auf t oder l:     -li       ---

Ich geb mal ein Beispiel für alle 4 Fälle. Sagen wir mal es gibt die Wortstämme ahuaca (Avocado), ixip (Ball), cual (Ei) und acat (Stein). (jetzt mal so grob und unverbindlich :))
Avocado: ahuacatl, Avocados: ahuaca, meine Avocado: moahuacatl, meine Avocados: moahuaca
Ball: ixiptli, Bälle: ixip, mein Ball: moixiptli, meine Bälle: moixip
Ei: cualli, Eier: cual, mein Ei: mocualli, meine Eier: mocual
Stein: acatli, Steine: acat, mein Stein: moacatli, meine Steine: moacat

Piscator hat geschrieben:PS Hab grad in der Wiki gesehen das es Bestrebungen gibt k und s immer dort zu verwenden wo sie auch gesprochen werden. Scheint sich aber noch nicht durchgesetzt zu haben.


Wo steht das mit k und s im Wiki?
Unter Xeanhatl jedenfalls nicht :)
Benutzeravatar
Zwergesel
Abenteurer
Abenteurer
 
Beiträge: 81
Registriert: Mi 03 Sep, 2008 14:27
Heldenname: Zakhar

Re: Xeanhatl

Beitragvon Piscator » Di 03 Feb, 2009 21:40

Zwergesel hat geschrieben:
Piscator hat geschrieben:PS Hab grad in der Wiki gesehen das es Bestrebungen gibt k und s immer dort zu verwenden wo sie auch gesprochen werden. Scheint sich aber noch nicht durchgesetzt zu haben.


Wo steht das mit k und s im Wiki?
Unter Xeanhatl jedenfalls nicht :)


Es geht natürlich um den Nahuatl-Eintrag in der Wikipedia. Wollte es nur mal bemerkt haben.

Das Deklinationsschema sieht gut aus. Was sagt Sophos dazu?

PS Warum heißt es eigentlich Xeanhatl? Wenn Xe- weiterhin "eins" bedeutet wäre das -tl unnötig. Und wenn es zum Wortstamm gehört bekommt man Probleme an "anhatl" noch ein Suffix zu hängen. Anhatlli oder anhatltli sieht komisch aus.
Benutzeravatar
Piscator
Feldwebel
Feldwebel
 
Beiträge: 414
Registriert: Di 02 Sep, 2008 15:08
Wohnort: Rheinberg, NRW
Heldenname: Jarulfr Altason

Re: Xeanhatl

Beitragvon Sophos der Weise » Di 03 Feb, 2009 22:06

Nein, ich bin dennoch für Pluralendungen. Die Suffixe werden oft genug wegfallen, dann können wir Plural-Endungen ruhig hinzunehmen, denn das ist durchaus logisch. Und die Bauernsprache ist eine tolle idee.
Ich gebe mal einen ausführlichen Vorschlag. Die Bauernsprache kommt mit einer Endung für Singular und einer für Plural aus, das wäre dann

Singular:.........Plural:

-tl.....................-tin (ein -tin ist sehr flexibel und kann sowohl nach Vokalen als auch vor Konsonanten kommen.)

Hochsprache (Hier toben wir uns richtig aus :P), Unterscheidung zwischen: Vokal-Nichtvokal-t&l(tolle idee, t&l mit hinein zu nehmen.) und außerdem belebt und unbelebt. Das ist ein Kompromiss für uns alle

.........................................Singular:.................................Plural:

Vokal, Unbelebt:...............-tl.............................................-h
Vokal, Belebt:....................-tli...........................................-queh (-queh finde ich übrigens toll. Kennt ihr die Chiquaqueh?)
Konsonant, Unbelebt...........-tl..........................................-meh
Konsonant, Belebt..............-in...........................................-tin
t&l, Unbelebt.....................-le...........................................-leh
t&l, Belebt........................-li............................................-lih

PS: Im Altnahuatl war ein Berg auch ohne Geist belebt, weil man davon ausging, dass in jedem Berg ein Geist steckt. Aber wir nehmen es da strenger. Alles was wir als Lebend einschätzen, fällt unter diese Kategorie.
Benutzeravatar
Sophos der Weise
Feldwebel
Feldwebel
 
Beiträge: 576
Registriert: Mi 10 Dez, 2008 16:56
Heldenname: Conte Sopho Nereo di Salento
Mitglied bei: Gilde Antamarische Kauffahrer

Re: Xeanhatl

Beitragvon Zwergesel » Di 03 Feb, 2009 22:48

Waaagh, ich glaube wir können uns noch stundenlang zoffen :D

Von dem belebt/unbelebt bin ich eigentlich nicht so begeistert :/

Ich mach gleich noch einen Vorschlag und editiere ihn hier rein ... braucht ein paar Minuten!
Benutzeravatar
Zwergesel
Abenteurer
Abenteurer
 
Beiträge: 81
Registriert: Mi 03 Sep, 2008 14:27
Heldenname: Zakhar

Re: Xeanhatl

Beitragvon Sophos der Weise » Di 03 Feb, 2009 22:52

Edit: Dann schieß mal los! Das unbelebt/belebt muss nich sein. Aber dann lassen wir die Bauernsprache, und nehmen wir nur eine.
Benutzeravatar
Sophos der Weise
Feldwebel
Feldwebel
 
Beiträge: 576
Registriert: Mi 10 Dez, 2008 16:56
Heldenname: Conte Sopho Nereo di Salento
Mitglied bei: Gilde Antamarische Kauffahrer

VorherigeNächste

Zurück zu Antamar®-Archiv



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 21 Gäste

cron