Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Ich würde wählen...

Umfrage endete am Sa 26 Sep, 2009 23:09

Bündnis 90/Die Grünen, ödp
15
15%
CDU/CSU
11
11%
CM, PBC
1
1%
DKP, MLPD
1
1%
DVU, NPD, REP
3
3%
Die Linke.
11
11%
FDP
14
14%
Piraten
28
27%
SPD
8
8%
Zentrum
1
1%
Sonstige (also alle anderen zugelassenen)
2
2%
Enthaltung
8
8%
 
Abstimmungen insgesamt : 103

Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon Khaled » Sa 26 Sep, 2009 15:11

Lennardo hat geschrieben:
Thema Afghanistan: Was hat die Bundeswehr bisher dort erreicht??!! Sie hat Angst unter der Bevölkerung verbreitet durch so riskante Aktionen wie letztens. Und die Taliban rekrutieren ihre Mitglieder aus der armen Bevölkerung, die statt AKTIVER AUFBAUHILFE nur Krieg und Leid sieht und ohne Perspektive den Taliban direkt in die Arme läuft! .


Dennoch will die Mehrheit der Bevölkerung dort rund um Kundus, dass die Deutschen dableiben. Sie befürchten, dass es wieder zu Chaos und Unordnung kommt, wenn die Deutschen weg sind und sie sind mit der bisherigen Aufbauhilfe der Deutschen sehr zufrieden. Das Problem ist eher das, dass es im Moment keine vernünftige Lösung für Afghanistan gibt. Dauerpräsenz bringt auf Dauer nichts und sofortiger Abzug aller Truppen dort (nicht nur der Deutschen) führt wieder zu einem Chaos und die Taliban sind über kurz oder lang wieder an der Macht, weil die Politiker dort mehr an Macht interessiert sind, als an der Bevölkerung (Böse Zungen behaupten, es wäre wie bei uns ;) ). Eine Momentane schwer lösbare Situation. Ob man nun will, das die Deutschen abziehen oder bleiben sollen. Aber ich glaube, das schweift zu sehr ab hier.
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon Platinum » Sa 26 Sep, 2009 16:32

Khaled hat geschrieben:Dennoch will die Mehrheit der Bevölkerung dort rund um Kundus, dass die Deutschen dableiben. Sie befürchten, dass es wieder zu Chaos und Unordnung kommt, wenn die Deutschen weg sind und sie sind mit der bisherigen Aufbauhilfe der Deutschen sehr zufrieden.



Worauf stützt du die Behauptung? Mich würde sehr interessieren, woher du diese Information nimmst.

MfG Platinum
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon Khaled » Sa 26 Sep, 2009 16:39

Meine Quelle ist aus dem Stern und nein, ich habe die Leute dort nicht interviewt. Wie wir alle, stütze ich meine Behauptungen auf Sachen, die ich irgendwo lese.
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon Platinum » Sa 26 Sep, 2009 17:54

Dann sind das ja wirklich vertrauenswürdige Infos :roll:

Ich sage ja nicht, dass es andersherum wäre, aber ich kenne die Medien genug, um dieses "Die Afghanen lieben die deutschen Helfer"-Geschwätz nicht zu glauben. Das findet die gleiche mediale Verblendung statt, wie in allen Nahostkonflikten bisher. Zum Beispiel wurde uns ja suggeriert, wie hätten nicht am Irak-Krieg teilgenommen. Jemand, der nicht nur Zeitung liest oder Tagesthemen schaut, weiß es aber besser. Sicher gibt es genug, wenn gar nicht mehr Afghanen, die für den Abzug aller Truppen der Besatzer, inklusive der Deutschen sind. Das wird in meinen Augen das Bild stark aufpoliert.
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon Khaled » Sa 26 Sep, 2009 18:46

das liegt eben Alles im Auge des Betrachters. Die Einen wird es freuen, die Anderen wird es ärgern und noch Anderen ist es egal. Du wirst es erst herausfinden, wenn du eine persönliche Umfrage in Afghanistan machst....und ja, ich schätze den "Stern" als Informationsquelle und ich erachte ihn als seriös genug, dass ich ihn mir sogar im Abo gönne. Die "Bild-Zeitung" halte ich für unseriös und ich gehöre zu den Wenigen, die sie tatsächlich nicht lesen.

Aber ich denke, das schweift hier ab. In diesem Thread geht es ums Wählen. Wir sollten das jetzt beenden.
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon Platinum » Sa 26 Sep, 2009 18:48

Gehört ja alles dazu :wink:
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon arabella » Sa 26 Sep, 2009 22:41

Es gibt keine verlässliche Quelle. Es zählt bei der Veröffentlichung nur Quote.
Und da die Welt betrogen werden will, kann sich jeder was aussuchen......
Sage nicht immer was du weißt, aber wisse immer was du sagst...
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon qapla » Sa 26 Sep, 2009 23:00

Platinum hat geschrieben: Sicher gibt es genug, wenn gar nicht mehr Afghanen, die für den Abzug aller Truppen der Besatzer, inklusive der Deutschen sind. Das wird in meinen Augen das Bild stark aufpoliert.

Friedenstruppen, die keine Regierungsgewalt ausüben, als Besatzer zu bezeichnen zeugt von weniger Glaubwürdigkeit als ein Stern-Artikel. Und das will schon was heissen...
Jede Gruppe dreht die Fakten halt so, dass sie für sie positiv erscheinen. Regierung, Medien und auch du sind da alle gleich.
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon Amilcare » Sa 26 Sep, 2009 23:36

Platinum hat geschrieben:Jemand, der nicht nur Zeitung liest oder Tagesthemen schaut, weiß es aber besser. Sicher gibt es genug, wenn gar nicht mehr Afghanen, die für den Abzug aller Truppen der Besatzer, inklusive der Deutschen sind. Das wird in meinen Augen das Bild stark aufpoliert.


Und, wenn ich mal so dreist fragen darf, worauf stützt du deine Behauptung? Denn, ohne deine Beiträge jetzt ins lächerliche ziehen zu wollen, das hört sich alles sehr nach Verschwörungstheoretiker an.
Ich weiß auch gar nicht, warum das alles so ein Problem in Afghanistan ist, bzw. die Leute hier solch ein Problem damit haben. Soldaten melden sich dafür freiwillig, erhalten ein extra Gehalt und leisten Aufbauhilfe bzw. Ausbildung für Sicherheitskräfte und erfüllen wiederrum Sicherheitsaufgaben.
Solange sie nicht in den Süden müssen (und da es in meinen Augen immernoch ein Krieg der Amerikaner ist, sollten sie es auch nicht), ist doch (einigermaßen) alles in Ordnung.
Also tut mir leid, es gibt genauso gefährliche Berufe bei uns im Inland wie Soldat im Auslandseinsatz zu sein, da finde ich den Hype darum etwas irreführend...
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon Platinum » So 27 Sep, 2009 13:55

Es geht darum, dass deutsche Soldaten in meinen Augen nichts im Ausland zu suchen haben, auch wenn man sie "Friedenstruppen" nennt. Und wo sorgen sie für Sicherheit, wenn sie den Amis ein paar schöne halb-ziviele Ziele geben, die diese zum Bombardieren-Üben nutzen können? Aber ich vergaß, Deutschland wird ja am Hindukush verteidigt :lol:

Das Problem ist für mich, dass hier in meinen Namen (denn ich bin deutscher Bürger) anderswo auf der Welt ein Krieg geführt wird, wenn man ihn auch anders nennt und ja, das will ich garnicht in Frage stellen, der humanitäre Aspekt dieses Unternehmens sicherlich löblich sein kann. Aber der Norden entwickelt mittlerweile ein ähnliches Konfliktpotenzial, wie es der Süden tut und das Argument: "Da ist es ja ruiger", halte ich ohnehin für fragwürdig.
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon qapla » So 27 Sep, 2009 14:04

Vor 70 Jahren haben sich die Amis auch gedacht: "Scheiss auf Europa, was haben wir da zu suchen". Gut, dass sie nicht so blind waren, eine Intervention abzulehnen (auch wenns etwas gedauert hat).
Von den UN-Einsätzen der letzten Jahrzehnte will ich mal garnicht erst anfangen. Auch Deutschland kann sich vor seiner internationalen Verantwortung nicht drücken, und das ist gut so.
Ob das "wie" jetzt richtig ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Aber eine Frage nach dem "warum" stellt sich garnicht - zumindest dann nicht, wenn man eine gewisse ideologische und weltfremde Polemik mal aussenvorlässt (eine Polemik, der sich Parteien und Medien so gerne bedienen und die du anprangerst, aber gleich darauf selbst verwendest).
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon Platinum » So 27 Sep, 2009 14:09

Naja, ich muss ohnehin auf einem Terrain kämpfen, auf welchem ich als Anarchist und Transzendentalist ohnehin verloren bin :wink:
Spoiler:
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon Jolhag, Sohn des Jalhog » So 27 Sep, 2009 15:53

qapla hat geschrieben:Vor 70 Jahren haben sich die Amis auch gedacht: "Scheiss auf Europa, was haben wir da zu suchen". Gut, dass sie nicht so blind waren, eine Intervention abzulehnen (auch wenns etwas gedauert hat).
Von den UN-Einsätzen der letzten Jahrzehnte will ich mal garnicht erst anfangen. Auch Deutschland kann sich vor seiner internationalen Verantwortung nicht drücken, und das ist gut so.
Ob das "wie" jetzt richtig ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Aber eine Frage nach dem "warum" stellt sich garnicht - zumindest dann nicht, wenn man eine gewisse ideologische und weltfremde Polemik mal aussenvorlässt (eine Polemik, der sich Parteien und Medien so gerne bedienen und die du anprangerst, aber gleich darauf selbst verwendest).


"Auch Deutschland kann sich vor seiner internationalen Verantwortung nicht drücken, und das ist gut so." -Genau das ist eine gewisse Ideologie und wie weltfremd die ist, kann man südlich des Äquators überall auf der Welt sehen.
Nicht nach dem "Warum" zu fragen, ist die Unterschrift unter einer Unmündigkeitserklärung. Jede Ideologie, gewesene, unsere jetzige und zukünftige muss ständig hinterfragt werden, wenn man es mit Demokratie ernst meint.

Naja, ich geh gleich wählen, ich hoffe, ihr alle geht ebenfalls, ganz unabhängig von dem was ihr wählt! :D

Edith ist gespannt, ob die Wahl, ähnlich ausfällt, wie diese hier...^^
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Raan-Ardhesh zerstört werden sollte.
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon Lennardo » So 27 Sep, 2009 16:09

Ich bin auch der Meinung, dass das meiste mediale Verblendung ist. Seriöse Informationen ziehe ich deshalb nicht aus Tageszeitungen oder irgendwelchen Klatschblättern (sorry, dass ich das so deutlich ausdrücken muss :wink: ) sondern aus Sendungen wie "Weltspiegel", wo Leute direkt vor Ort sind und die Bevölkerung befragen. Und dort ist es im Moment so, dass ein großer Teil der Bevölkerung durch diesen Bombenangriff auf den Tanker ein völlig neues, negatives Bild von den Deutschen bekommen haben. Dass dort Aufbauhilfe geleistet werden muss, steht außer Frage, aber sollte die Bundeswehr deshalb risikoreiche Einsätze von sich aus führen und selber angreifen??

Im Endeffekt geht es dort leider nicht mehr um Menschen. Die Amis wollen im Osten möglichst präsent sein und Deutschland will nicht als Spielverderber dastehen, der sich plötzlich eingesteht, dass er in der Vergangenheit vielleicht doch auf die falsche Taktik gesetzt hat!!

Aufbauhilfe funktioniert nicht einfach nach dem Motto "Gebt der Bevölkerung mal ein Gefühl von Sicherheit, indem ihr ein paar Taliban abballert und ihre "Hochburgen" zerstört". Die Taliban rekrutieren aus der Bevölkerung und wenn es die Bundeswehr nicht schafft, dort neue Perspektiven für die Menschen zu schaffen, dann sehe ich im wahrsten Sinne des Wortes schwarz (-gelb)!
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Re: Wenn ich heute den Bundestag wählen würde...

Beitragvon qapla » So 27 Sep, 2009 17:27

Jolhag, Sohn des Jalhog hat geschrieben:"Auch Deutschland kann sich vor seiner internationalen Verantwortung nicht drücken, und das ist gut so." -Genau das ist eine gewisse Ideologie und wie weltfremd die ist, kann man südlich des Äquators überall auf der Welt sehen.

In der Tat, wer die Globalisierung leugnet ist weltfremd. Du hast vollkommen recht, wenn sich die (westliche) Welt vor der internationalen Verantwortung drückt, kommt im nahen wie mittleren Osten sowas raus wie südlich des Äquators.

Jolhag, Sohn des Jalhog hat geschrieben:Nicht nach dem "Warum" zu fragen, ist die Unterschrift unter einer Unmündigkeitserklärung. Jede Ideologie, gewesene, unsere jetzige und zukünftige muss ständig hinterfragt werden, wenn man es mit Demokratie ernst meint.

Nana, verdreh doch nicht die Worte im Mund. Ich habe nirgends davon geschrieben, dass man nichts hinterfragen soll. Wer in diesem Fall aber überhaupt nach dem "Warum" fragen muss, ist unmündig, weil geistig wie informativ nicht auf der Höhe - und nicht in der Gegenwart angekommen. Das "Warum" ist jedem gebildeten und denkenden Menschen klar. Oder sollte es zumindest sein - gäbs da nicht die Polemik auf Stammtischniveau, die manche Politiker und auch "politisch Motivierte" an den Tag legen.
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